Ich bin ein "Normalo". Ich schmeiße nichts, ich spritze nichts, ich bin kein Bodybuilder. Ich wiege ca. 118 Kilo bei 1,80m Körpergröße, was (ich erspare das googlen) einem BMI von 36,4 entspricht, also medizinisch gesprochen: Adipositas I. Mit allem, was damit einhergeht: Leber, Rücken, Kondition und einfach dieser Ekel vor dem eigenen Körper, der doch mal so anders ausgesehen hat.
Mein Ziel ist es, wieder fit zu sein, herunterzukommen von diesen 35 Kilo zuviel; wegzukommen auch von der Lethargie, dem "Couch-Lungern und Fernsehgucken". Es mit Euch zu teilen, als Motivation für mich und Motivation vielleicht für andere. Und als Alternative zu den durchtrainierten, muskelbepackten Vorturnern da draußen im Netz, die "butzen" oder "Dich sexy" machen wollen, mit ihrem ewigen Grinsen und ihrer Übermotivation, die einen eher abschreckt, denn ehrlich: Wer ist immer so drauf?
Leider "muckt" auch mein Körper: Seit drei Monaten mache ich wieder, was mir einmal große Freude gemacht hat: Ich trainiere Kampfsport in einem Verein. Leider habe ich's beim Training übertrieben und nun habe ich Gelenkschmerzen und -entzündungen, fast überall wo's wichtige Gelenke gibt. Das heißt: Ich hab jetzt erstmal Trainingspause und Orthopäde vor mir.
Aber ich gebe nicht auf: Es ist Sommer. Ich fahre Fahrrad, ich schwimme, ich kühle, ich schmeiße Ibu (ok, also schmeiße ich doch etwas ;) ) und hoffe, mich soweit wieder hinzubekommen, dass ich bald wieder mittrainieren kann.
Das wichtigste, was es gibt - das habe ich schon festgestellt - ist das Essen. Genau weiß ich's nicht mehr, aber für eine Pizza müsste man glaube ich anderthalb Stunden Fahrrad fahren und das schönste Training ist nichts, wenn man sich danach wegen dem Heißhunger ein Snickers einschmeißt.
Wenn man es einmal schafft (und das ist am Anfang nicht einfach, weil Schokolade einfach glücklich macht), Zucker und Fett größtenteils aus dem Körper rauszulassen, wenn man merkt, das Heißhunger mit einem vollwertigen Brötchen oder einer Banana genauso gut weggeht, wie mit 'nem Twix oder 'nem Burger: Dann hat man das wichtigste schon geschafft, meiner Meinung nach.
Das ausfallende Training versuche ich auszugleichen, wie gesagt: Fahrrad, Schwimmen und zuhause geht's dann ans Bauchmuskeltraining. Meine Brust ist schon viel flacher geworden, wie ich gestern gemerkt habe, die "Männerbrüste" gehen zurück.
Echte Lebensveränderung geht natürlich immer in alle Bereiche. Ich merke, wie mir Alkohol und Zucker schlecht tun und versuche sie loszulassen. Gestern war mein bester Kumpel da und wir haben ein Bier getrunken. Da hab ich gemerkt, dass es schwer werden wird auch diese sozialen Konventionen zu durchbrechen und zu sagen: Kinder, ich trinke keinen Alkohol mehr. Es ist irgendwie unmännlich. So fühlt es sich zumindest an.
Ich will jede Woche einmal schreiben, immer Mittwochs, und zwischendurch, wenn etwas "Besonderes" passiert. Ich werde hier auch (anonymisiert) Bilder und/oder Videos reinstellen und vielleicht (wenn das geht) postet Ihr ja auch welche. Ich werde Euch einfach versuchen "auf dem Laufenden" zu halten - wenn Ihr es mögt... ;)
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